Ratgeber Bohrmaschine und Bohrhammer

Bohrmaschine gegen Bohrhammer – Das muss man wissen!

Du willst Löcher in harte Materialien bohren – oder gleich die ganze Mauer wegreißen? Dein Werkzeug der Wahl: Bohrmaschine oder Bohrhammer! Zwei Maschinen, die in ähnlichen Arbeitsbereichen zum Einsatz kommen, sodass du dir als Heimwerker schnell die Frage stellen wirst: Was schafft noch die Bohrmaschine – und ab wann muss ein Bohrhammer ran?

Je nachdem, auf welchem Material du arbeitest und wie viel Kraftaufwand nötig wird, stehen dir verschiedene Modelle und Geräte zur Auswahl. Gemeinsam bringen wir etwas Licht ins Dunkel:

Welche „Bohrgeräte“ gibt’s eigentlich?

Wie unterscheiden sie sich?

Akkubetrieb oder kabelgebunden – was macht mehr Sinn?

Kurz: Was musst du unbedingt wissen, wenn es um Bohrmaschinen und Bohrhammer geht?!

Hier schonmal die Kurzfassung, damit das größte Fragezeichen im Kopf verschwindet:

  • Eine Bohrmaschine kann Löcher bohren.
  • Eine Schlagbohrmaschine kann Löcher bohren oder schlagen.
  • Ein Bohrhammer kann ziemlich krass Löcher bohren oder schlagen.
  • Ein Meißelhammer kann Löcher schlagen. Ebenfalls ziemlich krass.

Du wünschst dir eine Langfassung? Die kommt jetzt…

1. Bohrmaschine – bohren

Eine Bohrmaschine ohne Schlagfunktion ist die einfachste Variante eines Bohrers. Du kannst sie als Handbohrmaschine für unkomplizierte Bohrungen in Metall, Ziegel oder Holz nutzen.

Wie kommt das Loch ins Material? Indem der Bohrer sich mit einer ganz normalen Drehbewegung ins Material eindreht. Das ist auch ihr kleines Manko: Da sie als einfache Bohrmaschine kein Schlagwerk besitzt, kommt sie bei härterem Material schnell an ihre Grenzen. Bei kleineren Arbeiten wie z.B. wenige Löcher in einfache Wände zu bohren, kannst du aber auf ihre Bohrleistung vertrauen.

Unsere Reidl-Empfehlung für souveräne Bohrmaschinen (ohne Schlagfunktion):

2. Schlagbohrmaschinen – bohren oder schlagen

Der klassische Allrounder und DIE Variante, die normalerweise gemeint ist, wenn Handwerker das Wort „Bohrmaschine“ benutzen: eine SCHLAGbohrmaschine. Im Gegensatz zur einfachen Bohrmaschine lässt sich bei ihr nämlich ein Schlagwerk zu- oder abschalten.

Mit ihr kannst du ganz „normal“ bohren (also mit einer Drehbewegung, wie sie auch die bereits erwähnte Bohrmaschine vollzieht) – oder du profitierst von der Kraft der Schlagfunktion. Ein mechanisches Schlagwerk, das du situationsbezogen zuschalten kannst, führt vibrierende Schläge aus. Der Vorteil für dich: Härtere Materialien wie Beton oder Stein – in die du mit einer einfachen Bohrmaschine keine Löcher kriegst – lassen sich mit dem (zugeschalteten) Schlagwerk bearbeiten.

Möchtest du eine Bohrung in weicherem Material (etwa Holz) setzen, schaltest du die Schlagfunktion mit einem Handgriff wieder aus. Warum du das machen solltest: Die Schlagfunktion hat ganz schön Kraft – das geht mit der Zeit auch auf Kosten des Bohrers. Verschleißerscheinungen sind bei Schlagbohrmaschinen deswegen ganz normal. Wenn es nicht benötigt wird, schaltest du das Schlagwerk also am besten ab – damit schonst du den Bohrer und auch deine Ohren. (Die Maschinen verursachen beim Schlagen nämlich ziemlichen Lärm.)

Unsere Reidl-Empfehlung für erstklassige Schlagbohrmaschinen:

Möchtest du eine Bohrung in weicherem Material (etwa Holz) setzen, schaltest du die Schlagfunktion mit einem Handgriff wieder aus. Warum du das machen solltest: Die Schlagfunktion hat ganz schön Kraft – das geht mit der Zeit auch auf Kosten des Bohrers. Verschleißerscheinungen sind bei Schlagbohrmaschinen deswegen ganz normal. Wenn es nicht benötigt wird, schaltest du das Schlagwerk also am besten ab – damit schonst du den Bohrer und auch deine Ohren. (Die Maschinen verursachen beim Schlagen nämlich ziemlichen Lärm.)

Unsere Reidl-Empfehlung für erstklassige Schlagbohrmaschinen:

3. Bohrhammer – kraftvoll bohren oder schlagen

Der klassische Allrounder und DIE Variante, die normalerweise gemeint ist, wenn Handwerker das Wort „Bohrmaschine“ benutzen: eine SCHLAGbohrmaschine. Im Gegensatz zur einfachen Bohrmaschine lässt sich bei ihr nämlich ein Schlagwerk zu- oder abschalten.

Mit ihr kannst du ganz „normal“ bohren (also mit einer Drehbewegung, wie sie auch die bereits erwähnte Bohrmaschine vollzieht) – oder du profitierst von der Kraft der Schlagfunktion. Ein mechanisches Schlagwerk, das du situationsbezogen zuschalten kannst, führt vibrierende Schläge aus. Der Vorteil für dich: Härtere Materialien wie Beton oder Stein – in die du mit einer einfachen Bohrmaschine keine Löcher kriegst – lassen sich mit dem (zugeschalteten) Schlagwerk bearbeiten.

Optisch einer Schlagbohrmaschine zwar ähnlich, funktioniert er außerdem mit einer völlig anderen Schlagtechnik und schafft deswegen viel größere Herausforderungen beim Bohren und Schlagen. Er ist die richtige Wahl für dich, wenn du deine eigenen Kräfte beim Arbeiten schonen willst – denn die nötige Leistung kommt vom Kraftpaket Bohrhammer. Sein Schlagwerk lässt sich ebenfalls zu- oder abschalten.

Unsere Reidl-Empfehlung für Premium-Bohrhammer:

Optisch einer Schlagbohrmaschine zwar ähnlich, funktioniert er außerdem mit einer völlig anderen Schlagtechnik und schafft deswegen viel größere Herausforderungen beim Bohren und Schlagen. Er ist die richtige Wahl für dich, wenn du deine eigenen Kräfte beim Arbeiten schonen willst – denn die nötige Leistung kommt vom Kraftpaket Bohrhammer. Sein Schlagwerk lässt sich ebenfalls zu- oder abschalten.

Unsere Reidl-Empfehlung für Premium-Bohrhammer:

kleiner Exkurs: Schlagbohrer vs. Bohrhammer – Wer schafft was?

 

Auf den ersten Blick erfüllen Schlagbohrmaschine und Bohrhammer einen recht ähnlichen Zweck: Beide Geräte können sowohl bohren, als auch schlagen. Was ist der Unterschied?

  • Praktisch gesehen: Der Bohrhammer kommt mit viel mehr Kraft („Schlagenergie“) daher.
  • Technisch gesehen: Das Schlagwerk funktioniert ganz anders.

Eine Schlagbohrmaschine arbeitet mit einer recht hohen SchlagZAHL (daher auch ihre enorme Arbeitslautstärke…) – der Bohrhammer hingegen führt deutlich weniger Schläge aus, diese dafür aber mit einer merklich höheren SchlagENERGIE. Das Ergebnis: Material, bei dem eine Schlagbohrmaschine an ihre Grenzen kommt (z.B. weil du zum Durchbohren ewig brauchen würdest oder es tatsächlich gar nicht klappt), dieses Material durchbohrst du mit der Schlagkraft eines Bohrhammers.

Auch die unsichtbare Technik im Inneren der beiden Maschinen funktioniert unterschiedlich. In der Schlagbohrmaschine befindet sich ein mechanisches Schlagwerk – das gar nicht wortwörtlich „schlägt“, sondern eigentlich eher vibriert. Beim Bohrhammer ist ein „richtiges“ elektropneumatisches Schlagwerk verbaut, das auch tatsächlich eine Hubbewegung erzeugt und für die starke Schlagkraft sorgt.

kleiner Exkurs: Schlagbohrer vs. Bohrhammer – Wer schafft was?

 

Auf den ersten Blick erfüllen Schlagbohrmaschine und Bohrhammer einen recht ähnlichen Zweck: Beide Geräte können sowohl bohren, als auch schlagen. Was ist der Unterschied?

  • Praktisch gesehen: Der Bohrhammer kommt mit viel mehr Kraft („Schlagenergie“) daher.
  • Technisch gesehen: Das Schlagwerk funktioniert ganz anders.

Eine Schlagbohrmaschine arbeitet mit einer recht hohen SchlagZAHL (daher auch ihre enorme Arbeitslautstärke…) – der Bohrhammer hingegen führt deutlich weniger Schläge aus, diese dafür aber mit einer merklich höheren SchlagENERGIE. Das Ergebnis: Material, bei dem eine Schlagbohrmaschine an ihre Grenzen kommt (z.B. weil du zum Durchbohren ewig brauchen würdest oder es tatsächlich gar nicht klappt), dieses Material durchbohrst du mit der Schlagkraft eines Bohrhammers.

Auch die unsichtbare Technik im Inneren der beiden Maschinen funktioniert unterschiedlich. In der Schlagbohrmaschine befindet sich ein mechanisches Schlagwerk – das gar nicht wortwörtlich „schlägt“, sondern eigentlich eher vibriert. Beim Bohrhammer ist ein „richtiges“ elektropneumatisches Schlagwerk verbaut, das auch tatsächlich eine Hubbewegung erzeugt und für die starke Schlagkraft sorgt.

4. Meißelhammer – kraftvoll schlagen

Du willst Fliesen entfernen, Wände durchbrechen oder gleich ganze Mauern einreißen? Dann brauchst du das kraftvollste Modell, das du kriegen kannst – nämlich eines, mit dem du (auch) meißeln kannst. Maximale Kraft für maximale Leistung: Als „Stemmhammer / Schlaghammer“ bekannt, schaffen Meißelhammer Leistungen, bei denen anderen Modellen schon (längst) die Puste ausgeht.

Wenn du meißeln willst, steht dir vermutlich eine ziemlich zeitaufwändige Arbeit bevor – und du wirst mit schwerem Gerät hantieren. Daher ist es bei Langzeit-Nutzung besonders wichtig, auf Qualität zu achten: Optimale Meißelhammer mit toller Schlagenergie sind darauf ausgelegt, dich beim ermüdungsarmen Arbeiten zu unterstützen. Wie? Indem sie möglichst schnell möglichst viel Abtragsleistung erbringen.

Unsere Reidl-Empfehlung für exzellente Meißelhammer:

Kabelgebunden statt Akku – was sind die Vorteile?

Bei unseren Empfehlungen halten wir uns an Bosch-Modelle, die allesamt kabelgebunden sind – denn als Profis wissen wir, dass unsere Reidl-Kunden mit solchen Elektro-Maschinen ziemlich happy sind.

Die Vorteile von kabelgebundenen Varianten:

  • Einsatzdauer ohne Limits: Da sie nicht aufgeladen werden müssen, lassen sie dich auch nicht im Stich: Leere Akkus, Wartezeit dank Ladezeit, Rumschleppen von Ersatzakkus – bei ihnen kein Thema. Solange sich eine Steckdose in deiner Nähe befindet, ist alles gut. Dann geht der Elektro-Variante nie die Puste aus und du kannst ohne Unterbrechung und Verzögerungen arbeiten – bis DIR die Puste ausgeht. 😉
  • Große Leistung, kleines Gewicht: Kabelgebundene Modelle sind sowohl leichter (weil: ohne Akku) als auch leistungsstärker, als ihre akkubetriebenen Konkurrenten. Gerade bei Arbeitsprojekten, bei denen du die Geräte lange im Einsatz hast, wirst du ein leichtes & leistungsstarkes Modell natürlich bevorzugen. Eine echte Win-Win-Situation!
  • Preis: Für jeden Geldbeutel machbar: Kabelgebundene Modelle sind tatsächlich auch preisgünstiger als Modelle mit Akku. Achtest du auf Qualitäts-Produkte namhafter Hersteller – so wie Bosch – sparst du zudem langfristig, weil du lange Freude an deinem robusten Bohr-Helfer haben wirst.
  • Spielraum und Bewegungsfreiheit: Zugegebenermaßen bist du mit einem akkubetriebenen Modell unabhängiger (Steckdose? Kann dir egal sein.) und flexibler. So vermeidest du Frust beim Arbeiten mit kabelgebundenen Modellen: Achte auf ein Gerät mit ausreichend langem Kabel – oder leg dir ein entsprechendes Verlängerungskabel bereit.

Produktempfehlungen:

SDS-Aufnahme: Applaus für dieses Bohrfutter

Das Bohrfutter – die Verbindungsstelle zwischen Bohrmaschine / Bohrhammer und dem eingesetzten Bohrer. Heutzutage sollte sich keiner mehr ärgern müssen, weil der Bohrkopf-Wechsel Zeit raubt, viele Handgriffe nötig sind oder gar extra Wechsel-Werkzeug (Schlüssel) nötig wäre. Die Werkzeugaufnahme soll schnell, direkt und unkompliziert klappen!

Das ließen sich die Profis von Bosch nicht zweimal sagen: Eine Aufnahme für Bohrmaschinen (mit Schlag), Bohrhammer und Meißel entwickeln, die SO gut funktioniert, dass sie inzwischen flächendeckend von allen Herstellern verbaut wird? Jahaa – so innovativ ist Bosch!

Die Rede ist von der SDS-Aufnahme. Die Besonderheit: Ein paar Einkerbungen im hinteren Bereich des Bohrfutters, die sich besonders positiv auf die Kraftübertragung auswirken. Du fettest den Werkzeugschaft leicht ein und kannst Bohrer / Meißel in die SDS-Aufnahme direkt einstecken, wo sie einfach einrasten. Welche SDS-Aufnahme in deinem Bohrgerät verbaut ist, kannst du in der jeweiligen Produktbeschreibung nachlesen – und dir entsprechend die passenden Bohrer / Meißel besorgen.

SDS-Aufnahmen gibt es bei Geräten von Bosch in drei Varianten:

  • SDS plus – Die klassische Variante mit 10mm Schaftdurchmesser, zu finden bei leichten bis mittleren Geräten (2-5kg).
  • SDS max – Das Bohrfutter für schweres Profigerät (ab 5kg) mit 18mm Schaftdurchmesser.
  • SDS quick – Das Einstecksystem für kleine Hausgebrauch-Geräte mit Akku-Betrieb (Schaftdurchmesser 6,8mm).

Daneben findest du im Reidl-Shop auch Modelle mit „normalem“ Bohrfutter:

  • zylindrische Aufnahme (CYL)
  • Sechskant (HEX)

Das Bohrfutter – die Verbindungsstelle zwischen Bohrmaschine / Bohrhammer und dem eingesetzten Bohrer. Heutzutage sollte sich keiner mehr ärgern müssen, weil der Bohrkopf-Wechsel Zeit raubt, viele Handgriffe nötig sind oder gar extra Wechsel-Werkzeug (Schlüssel) nötig wäre. Die Werkzeugaufnahme soll schnell, direkt und unkompliziert klappen!

Das ließen sich die Profis von Bosch nicht zweimal sagen: Eine Aufnahme für Bohrmaschinen (mit Schlag), Bohrhammer und Meißel entwickeln, die SO gut funktioniert, dass sie inzwischen flächendeckend von allen Herstellern verbaut wird? Jahaa – so innovativ ist Bosch!

Die Rede ist von der SDS-Aufnahme. Die Besonderheit: Ein paar Einkerbungen im hinteren Bereich des Bohrfutters, die sich besonders positiv auf die Kraftübertragung auswirken. Du fettest den Werkzeugschaft leicht ein und kannst Bohrer / Meißel in die SDS-Aufnahme direkt einstecken, wo sie einfach einrasten. Welche SDS-Aufnahme in deinem Bohrgerät verbaut ist, kannst du in der jeweiligen Produktbeschreibung nachlesen – und dir entsprechend die passenden Bohrer / Meißel besorgen.

SDS-Aufnahmen gibt es bei Geräten von Bosch in drei Varianten:

  • SDS plus – Die klassische Variante mit 10mm Schaftdurchmesser, zu finden bei leichten bis mittleren Geräten (2-5kg).
  • SDS max – Das Bohrfutter für schweres Profigerät (ab 5kg) mit 18mm Schaftdurchmesser.
  • SDS quick – Das Einstecksystem für kleine Hausgebrauch-Geräte mit Akku-Betrieb (Schaftdurchmesser 6,8mm).

Daneben findest du im Reidl-Shop auch Modelle mit „normalem“ Bohrfutter:

  • zylindrische Aufnahme (CYL)
  • Sechskant (HEX)

Empfohlenes Zubehör:

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